|
Nein. A.V.C. kann auch noch im hohen Alter erlernt werden. Wegen der geistigen Reife, die eine konsequente Selbstverteidigungskunst erfordert, sollte aber das 14. Lebensjahr erreicht sein. Charakteristisch für A.V.C. ist seine Effektivität und Kompromisslosigkeit während einer körperlichen Auseinandersetzung. Dem Aggressor wird keine Chance gelassen, seinen Angriffsversuch weiter zu verfolgen. Basierend auf der erlernten Fähigkeit, den gegnerische Angriff im wahrsten Sinne für sich zu nutzen und handlungsfähig zu bleiben, falls der Gegner stärker ist, eignet sich A.V.C. insbesondere auch für Frauen und schwächere Menschen. Es gibt keine akrobatischen oder besonders ästhetischen Bewegungen. Auch gibt es keine Regeln oder Einschränkungen, wie es meistens im Kampfsport üblich ist. Im Vordergrund des Trainings steht das Erlernen von Selbstverteidigungstechniken aus allen Kampfdistanzen, so daß man lernt, sich in allen Phasen der körperlichen Auseinandersetzung zurecht zu finden.
Besonders wird A.V.C. dadurch, daß es sich um ein Konzept und nicht um einen Technikpool handelt. Jede Situation wird dadurch "bedienbar", während es bei "Technikpool-Systemen" oft jahrelanger Übung bedarf, bis der Anwender aus dem Pool die richtigen Techniken für die richtige Situation in der Kürze des Kampfes "abrufen" kann. Wir versprechen nichts Unmögliches. Nach einem Wochenend-Seminar A.V.C. wird man sicher noch kein Selbstverteidigungs-Guru. Aber bei einem durchschnittlichen Training (2 x wöchentlich) ist man schon nach einem Jahr durchaus in der Lage, sich gegen typische Angriffe auf der Straße effektiv zu Wehr zu setzen. A.V.C. dient zur Verteidigung in extremer Gefahr. Zur Vorbereitung auf solche Situationen gehört manchmal auch eine gewisse Härte in der Ausbildung. Diese Härte ist notwendiger Bestandteil einer realistischen Selbstverteidigungsausbildung und gibt einen ersten Eindruck davon, wie wirkliche Feinde angreifen würden. Ein Bestandteil dieser "Härte-Ausbildung" ist auch das Vollkontakt-Sparring, an das man allerdings über einen langen Zeitraum herangeführt wird und das erst in den höchsten Schülergraden Prüfungsbestandteil ist. Wirklich "freie" also regellose Vollkontaktkämpfe wie bei einem Cage-Fight werden bei uns nicht trainiert. Nein. Das Anti Violence Concept ist ein Selbstverteidigungs-Konzept. Selbstverteidigung heißt, sich in extremer Gefahr auch gegen körperlich überlegene Gegner erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Die Voraussetzungen für einen fairen Wettkampf, etwa gleiche Größe, gleiches Gewicht, gleiches Geschlecht etc., stünden im klaren Gegensatz zu einer Selbstverteidigungsmethode. Auch sind die Techniken, die trainiert werden, aufgrund ihrer Effektivität für einen Wettkampf vollkommen ungeeigent, weil das Verletzungsrisiko viel zu hoch wäre. Selbtverteidigung ist eben kein Kampfsport. Nein. Gerade intelligente Systeme wie A.V.C. erfordern weniger die Bereitschaft zum Prügeln als Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen, Verständnis, Partnerschaftlichkeit und vor allem Fleiß; allesamt Tugenden, die bei den Leuten, die man sich gemeinhin - fälschlicherweise - als Kampfsportler vorstellt, weniger verbreitet sind. |
|